Komponisten


Johann Gottlieb Naumann:  Te Deum in D (1778)

Johann Gottlieb Naumann wurde 1741 in Blasewitz geboren, einem Vorort von Dresden. Schon 1764 wurde er «Kirchencompositeur» am Dresdener Hof und ab 1776 Dresdener Hofkapellmeister. In diesen Jahren war er immer wieder für längere Zeit in Italien und hat dort mit grossem Erfolg vor allem Opern komponiert.

Naumann war ein sehr produktiver Komponist. Die Zahl seiner Kompositionen geht in die Hunderte. Er schrieb vorrangig Opern, Oratorien, lateinische und deutsche Kirchenmusik, Lieder und Kammermusik. Zu Lebzeiten hoch geschätzt, geriet er nach seinem Tode im Jahr 1801 weitgehend in Vergessenheit. Erst in den letzten Jahren erleben seine Werke eine Renaissance.


Das Te Deum in D,
dieser schwungvolle Lobes-Hymnus, wurde im Jahre 1778 als letztes von drei teilweise ähnlichen Werken komponiert. Ein erstes Te Deum entstand 1769, ein zweites 1771 und schliesslich die von uns jetzt erstmals in der Schweiz aufgeführte Version in D-Dur für Chor und Orchester.
Das umfassende, handschriftliche Notenmaterial wurde uns freundlicherweise von der Staatskapelle Dresden zur Verfügung gestellt.



 

 

 




Joseph Haydn:  Missa Solemnis in B (Schöpfungsmesse)

Joseph Haydn (1732 – 1809) war ein herausragender Komponist der Wiener Klassik – sein musikalisches Schaffen ist immens; ihn muss man nicht lange vorstellen. Den grösseren Teil seines langen Wirkens verbrachte er als Hofmusiker auf dem Landsitz der wohlhabenden ungarischen Familie Esterházy, wo er deren Orchester und Oper leitete. Die Abgeschiedenheit von anderen Komponisten und musikalischen Strömungen beschrieb er mit dem bekannten Zitat: „Ich war von der Welt abgesondert, niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irremachen und quälen, und so musste ich original werden.“


Die Missa Solemnis in B (Schöpfungsmesse, Hob. XXII.13)
hat Haydn innert nur sechs Wochen als eine von fünf Missae solemnae komponiert. Sie wurde Schöpfungsmesse genannt wegen eines Zitats aus seinem Werk Die Schöpfung im Gloria-Satz.
Eine Besonderheit dieses Werks ist das Fehlen langer Solo-Arien und dafür der Einsatz des Solisten-Quartetts in häufigen kurzen Einschüben, welche die Thematik des  jeweiligen Satzes noch verfeinern und erhöhen. Im Übrigen ist die Musik sehr typisch Haydn: von leuchtender Strahlkraft, hoher Kompositionskunst und mit spannenden Überraschungen, die man so nicht erwartet.